Was in Österreich gefeiert wird: was sich für ein Wochenende eignet

Ein Blick in den Kalender lohnt sich vor jeder Reise. Häufig liegt am geplanten Wochenende ohnehin etwas an, und das ändert die Planung für Unterkunft und Anreise erheblich.

Der Festivalsommer und seine großen Namen

In Oberösterreich hat sich Woodstock der Blasmusik in Ort im Innkreis etabliert. Das Format verbindet Blasmusik mit Festivalatmosphäre und hat damit ein eigenes Publikum gefunden.

Das Jazzfestival Saalfelden im Pinzgau läuft seit Jahrzehnten im August und gilt in der Szene als eine der wichtigeren Adressen im deutschsprachigen Raum.

Was der Vorverkauf bringt

Kostenlose Veranstaltungen sind in Österreich keine Seltenheit. Das Donauinselfest ist das bekannteste Beispiel, dazu kommen unzählige Stadt- und Dorffeste ohne Eintritt.

Bei mehrtägigen Festivals lohnt der Vergleich zwischen Tagesticket und Gesamtpass. Ab zwei Tagen ist der Pass in den meisten Fällen günstiger.

Bahn, Bus und Shuttle zur Veranstaltung

Das Klimaticket gilt österreichweit im öffentlichen Verkehr und rechnet sich schon bei wenigen längeren Fahrten im Jahr. Für Vielreisende ist es die naheliegende Lösung.

Für Veranstaltungen in den Landeshauptstädten ist die Anreise mit Bahn und Bus fast immer die bessere Wahl. Parkplätze sind knapp und an Veranstaltungstagen häufig gesperrt.

Vorbereitung, die sich auszahlt

Das Wetter im Alpenraum wechselt schnell. Bei Open-Air-Veranstaltungen in Bergnähe gehört Regenschutz auch im Hochsommer in die Tasche.

Ein realistischer Zeitplan hilft mehr als eine lange Liste. Zwei Programmpunkte an einem Tag sind in der Praxis oft schon genug.

MonatTypischer SchwerpunktAndrang
Jänner Ballsaison, Skirennen hoch in den Wintersportorten
Mai Stadt- und Frühlingsfeste moderat
August Festivals und Festspiele am höchsten
November ruhigster Monat gering

Was sich mit Kindern lohnt

Bei großen Festivals gibt es zunehmend Familienzonen mit Ruhebereichen und Gehörschutz für Kinder. Die Angebote unterscheiden sich allerdings stark.

Almfeste und Brauchtumsveranstaltungen sind für Kinder oft interessanter als für Erwachsene, weil dort Tiere, Handwerk und Musik zusammenkommen. Als Ausgangspunkt für die Suche eignet sich die Übersicht zu der Festivalsommer in Österreich.

  1. Feiertage und lange Wochenenden im Kalender markieren
  2. Region festlegen, dann erst Termine suchen
  3. Unterkunft und Ticket gemeinsam buchen
  4. Rückfahrt vor der Anreise klären

Womit man rechnen sollte

Garderobegebühren fallen bei Bällen und Konzerten zusätzlich an und werden bei der Budgetplanung fast immer vergessen.

Kombitickets mit Anreise sparen zweifach: beim Preis und bei der Parkplatzsuche. Sie werden meist direkt über die Verkehrsverbünde angeboten.

Barrierefreiheit und Zugänglichkeit

Öffentliche Verkehrsmittel sind in den Landeshauptstädten weitgehend barrierefrei, im ländlichen Raum unterscheidet sich das erheblich. Weitere Beiträge aus Österreich finden sich hier.

Bei Festspielen gibt es teilweise Höranlagen und Übertitel. Wer darauf angewiesen ist, sollte das bei der Buchung angeben.

Was am Ende bleibt

Ein guter Veranstaltungstag hat meist einen Höhepunkt und viel Leerlauf drumherum. Genau dieser Leerlauf ist der Teil, den man später in Erinnerung behält.

Am meisten bringt die Kombination aus einem bekannten Termin und einem kleinen Fest in der Nähe. So sieht man beide Seiten des Landes.

Von Vorarlberg bis ins Burgenland

Das Burgenland punktet mit Freiluftbühnen und Weinorten. Die Entfernungen sind gering, mehrere Termine an einem Wochenende sind machbar.

Salzburg lebt kulturell stark vom Sommer, Tirol und Vorarlberg vom Winter. Wer antizyklisch reist, findet in beiden Fällen ruhigere Bedingungen und günstigere Unterkünfte.

Wer außerhalb der Hauptsaison reist, zahlt bei Unterkünften teils die Hälfte. Für Städtereisen ist November der günstigste Monat.

Die wichtigsten Sporttermine

Im Sommer kommen Radveranstaltungen dazu, von Amateurrennen bis zu Etappen größerer Rundfahrten. Sie führen häufig über Passstraßen, die an diesen Tagen gesperrt sind.

Der Vienna City Marathon im Frühjahr führt quer durch die Stadt und ist auch für Zuschauer gut zugänglich, weil die Strecke an vielen Stellen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.

Historische Altstädte mit Kopfsteinpflaster sind für Rollstühle und Kinderwagen anspruchsvoll. Das betrifft besonders Adventmärkte in den Innenstädten.

Was auf österreichischen Märkten läuft

Ostermärkte laufen in den zwei Wochen vor dem Fest und sind deutlich kleiner als die Adventmärkte, dafür auch weniger überlaufen.

In den Landeshauptstädten gibt es zusätzlich Markthallen mit fixen Öffnungszeiten, die auch bei schlechtem Wetter funktionieren.

Bargeld ist bei kleineren Festen weiterhin nützlich. Nicht jeder Standler akzeptiert Karte, und der nächste Bankomat ist oft weit.

Barrierefreie Toiletten sind auf großen Geländen vorhanden, aber oft weit auseinander. Ein Blick auf den Lageplan vorab spart Wege.

Treffpunkte für den Fall, dass man sich verliert, klärt man am besten vor dem Betreten des Geländes. Handyempfang ist bei vollen Veranstaltungen unzuverlässig.

Die kalte Jahreszeit im Kalender

Für die meisten Bälle gilt eine Kleiderordnung. Sie steht auf der jeweiligen Veranstaltungsseite und wird in der Praxis auch kontrolliert.

Die Christkindlmärkte öffnen üblicherweise in der zweiten Novemberhälfte und laufen bis kurz vor Weihnachten. Allein in Wien gibt es über ein Dutzend davon, mit sehr unterschiedlichem Charakter.

Fragen aus der Praxis

Wann ist die dichteste Veranstaltungszeit?

Von Juli bis September. In diesen Monaten überschneiden sich Festspiele, Open Airs und die ersten Brauchtumstermine des Herbstes.

Wann ist es am ruhigsten?

Im November. Wer Kulturprogramm ohne Andrang sucht, findet in diesem Monat die besten Bedingungen und die günstigsten Unterkünfte.

Was ist ein Kirtag?

Ein Ortsfest mit langer Tradition, meist am Namenstag des Kirchenpatrons. Kirtage finden über das ganze Jahr verteilt statt und kosten in der Regel keinen Eintritt.

Termine, Preise und Programmpunkte ändern sich. Vor der Anreise lohnt ein Blick auf die offizielle Seite der jeweiligen Veranstaltung.